Thomas Schmocker, unser neuer Golfpark Manager

Thomas steht knapp vor dem (golferischen) Seniorenalter, ist kinderlos verheiratet und man darf ihm, da er Schaffhauser ist, seinen Dialekt nicht ankreiden...nobody is perfect. Er liebt Golf, isst gerne und sein ironischer Humor paart sich mit positiver Denkweise.

 

Du trittst in die Fussstapfen von Heinz Leuenberger. Sind das Grosse?

Ich meine Heinz hat Schuhgrösse 42. Ich sollte also grössere Füsse haben. Ich bin mir jedoch nicht ganz sicher, da wir in den letzten drei Jahren des gemeinsamen Schaffens andere Themen hatten und ich wichtigere Dinge von Heinz gelernt habe. Ich bin Heinz für seine Unterstützung sehr dankbar. Nun gilt es jedoch andere Fussspuren zu hinterlassen und eigene Ideen zu entwickeln. 

 

In deiner kurzen Manager-Karriere ist bereits ein Clubhaus abgebrannt, ist der Platz komplett unter Wasser gestanden, musst du im Moment zwei Clubs führen und in Bern steht ein Jubiläum an. Wie steht es um deine Work-Life Balance?

Beinahe gut! Ich habe eine sensationelle Frau, die mich jederzeit unterstützt und mir den Rücken freihält. Dabei holt sie mich auch immer wieder auf den Boden des gesunden Lebens zurück. Als «Gegenleistung» versuche ich jeden Abend für uns zwei zu kochen, was mich entspannt und mir Freude (ab und zu auch meiner Frau) bereitet. Nebenbei ist Golf mit Freunden zu einem schönen Ausgleich geworden.

 

Was unterscheidet Limpach von Bern?

18 Löcher zu 33 Löcher.

55 Hektaren zu 109 Hektaren.

Ich könnte noch viele statistische Unterschiede aufführen. Es ist jedoch so, dass ich «Bern» erst jetzt richtig kennenlerne und meine Eindrücke sammle. Die Frage kommt noch zu früh und ich werde sie gerne in ein paar Monaten genauer ausführen.

 

Worauf legst du persönlich auf dem Golfplatz am meisten wert?

Früher war ich ein wilder HCP-Jäger. Heute bin ich einfach dankbar, wenn ich auf dem «Bitz» stehe und die rare Zeit in guter Gesellschaft verbringen kann. Gerne setze ich mich bei Wartezeiten auch auf eine Bank oder lasse den Blick in die Umgebung schweifen und bin dankbar, dass ich der schönsten Freizeitbeschäftigung nachgehen darf. Mein Sportgeist will jedoch auch heute noch immer gewinnen und für eine kleine Wette bin ich immer zu haben.

 

Sind diese Präferenzen aus Sicht Manager umsetzbar?

Nicht immer. Es ist die spezielle Herausforderung, sportlich ambitionierten Golfer*innen und Genussgolfer*innen - müssen sich gegenseitig nicht ausschliessen - gerecht zu werden. Es ist unmöglich immer allen Ausprägungen oder Wünschen Genüge zu tun. In diesem Sinne suche ich immer wieder nach Lösungen, die dem Gros unserer Kunden entsprechen.

 

Der GC Bern ist ein sportlicher Club und will (wie wohl alle Golfer) einen optimalen Platz. Vertreter aus dem Clubteam haben deshalb vor einigen Tagen in den Morgenstunden die Greenkeeper bei der Pflege unterstützt. Was hältst du von dieser Aktion?

Golf findet in der Natur statt. Früher hiess es, die Natur um jeden Preis unter Kontrolle zu halten und jederzeit den Golfer*innen perfekte Bedingungen anbieten zu können. Heute verändert sich das Klima, die gesetzlichen Vorgaben und die Technologien im Greenkeeping. Dies muss und wird zu einem Umdenken in der Golfszene führen. Heute heisst es Golf mit der Natur in Einklang zu bringen. Dabei haben alle Greenkeeper*innen das Ziel den Golfer*innen eine möglichst optimale Wiese zu bereiten. Und wir nutzen alles was uns noch zur Verfügung steht.

Ich bin sehr erfreut, dass auch die «Berner*innen» auf einer möglichst optimalen Wiese spielen wollen und dafür auch selber Hand anlegen. Vielen Dank für dieses Engagement!